Allgemeine Geschäftsbedingungen
version 1.5 - 07-2026
Wir, die Bold Security Technology B.V. (im Folgenden „Bold“ genannt), konzentrieren uns auf die Entwicklung und Bereitstellung von Produkten für physische Zugangssysteme, einer zugehörigen mobilen Anwendung (der „Bold-App“) und einer zugehörigen Webanwendung (das „Webportal von Bold“).
Diese allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für alle Angebote, Preisinformationen und Verträge, mit denen Bold Ihnen als gewerblichem Nutzer (d. h. als einer Partei, die in Ausübung eines Berufs oder Geschäfts handelt) Waren und/oder Dienstleistungen zur Verfügung stellt, einschließlich der Produkte, der Bold-App, des Webportals von Bold und der Website. Abweichungen und Ergänzungen zu diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind nur dann gültig, wenn sie schriftlich zwischen Ihnen und Bold vereinbart wurden. Der Kauf und die Nutzung unserer Produkte und Dienstleistungen durch Verbraucher unterliegen den https://boldsmartlock.com/de/geschaeftsbedingungen/
Bold lehnt die Anwendbarkeit Ihrer Einkaufs- oder sonstigen Geschäftsbedingungen ausdrücklich ab.
Wir empfehlen Ihnen, diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen sorgfältig zu lesen. Die jeweils gültige Fassung dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen können Sie auf unserer Website einsehen.
Index
Artikel 1 – Definitionen
Artikel 2 – Identität des Unternehmers
Artikel 3 – Anwendbarkeit
Artikel 4 – Das Angebot
Artikel 5 – Der Vertrag
Artikel 6 – Widerrufsrecht
Artikel 7 – Pflichten des Verbrauchers während der Bedenkzeit
Artikel 8 – Ausübung des Widerrufsrechts durch den Verbraucher und damit verbundene Kosten
Artikel 9 – Pflichten des Unternehmers im Widerrufsfall
Artikel 10 – Ausschluss des Widerrufsrechts
Artikel 11 – Der Preis
Artikel 12 – Einhaltung und zusätzliche Garantie
Artikel 13 – Lieferung und Ausführung
Artikel 14 – Dauertransaktionen: Dauer, Kündigung und Verlängerung des Vertrags
Artikel 15 – Bezahlung
Artikel 16 – Regelung bei Beschwerden
Artikel 17 – Streitfälle
Artikel 18 - Abonnementprodukte
Artikel 19 - Zusätzliche Geschäftsedingungen für Gewerbetreibende
Artikel 20 – Ergänzende oder abweichende Bestimmungen
Artikel 1 – Definitionen
In diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten folgende Begriffsbestimmungen:
- Akzessorischer Vertrag: ein zusätzlicher Vertrag über den Erwerb und die Lieferung von Produkten, digitalen Inhalten und/oder Dienstleistungen im Rahmen eines Fernabsatzvertrags durch den Verbraucher bzw. den Unternehmer oder eine dritte Partei aufgrund einer Vereinbarung zwischen dieser dritten Partei und dem Unternehmer;
- Bedenkzeit: die Frist, innerhalb welcher der Verbraucher von seinem Widerrufsrecht Gebrauch machen kann;
- Verbraucher: die natürliche Person, die nicht in Ausübung seiner Handels-, Gewerbe-, Handwerks- oder Berufstätigkeiten handelt;
- Tag: der Kalendertag;
- Digitale Inhalte: Daten, die in digitaler Form hergestellt und bereitgestellt werden;
- Dauervertrag: ein Vertrag über die regelmäßige Lieferung von Waren und/oder digitalen Inhalten bzw. die regelmäßige Erbringung von Dienstleistungen in einem bestimmten Zeitraum;
- Dauerhafter Datenträger: jedes Mittel - einschließlich E-Mail -, das den Verbraucher oder Unternehmer in die Lage versetzt, Daten, die an ihn persönlich gerichtet sind, so abzuspeichern, dass sie zukünftig herangezogen oder für einen Zeitraum, der dem Verwendungszweck der Daten entspricht, verwendet und unverändert vervielfältigt werden können;
- Widerrufsrecht: die Möglichkeit für den Verbraucher, innerhalb der Bedenkzeit den Fernabsatzvertrag zu kündigen;
- Unternehmer: die natürliche oder juristische Person, die Verbrauchern, digitale Inhalte und/oder Dienstleistungen über Fernabsatz anbietet bzw. bereitstellt;
- Fernabsatzvertrag: ein Vertrag zwischen dem Unternehmer und dem Verbraucher, bei dem im Rahmen eines organisierten Systems für den Fernabsatz von Waren, digitalen Inhalten und/oder Dienstleistungen bis hin zum Vertragsabschluss auch bzw. ausschließlich Fernkommunikationstechnik(en) zum Einsatz gelangt bzw. gelangen;
- Muster-Widerrufsformular: das in Anlage I dieser Geschäftsbedingungen enthaltene EU-Muster-Widerrufsformular; Anlage 1, muss nicht zur Verfügung gestellt werden, wenn der Konsument aufgrund seiner Bestellung kein Widerrufsrecht hat;
- Fernkommunikationstechnik: ein Mittel, das angewendet werden kann, um Verträge abzuschließen, ohne dass der Unternehmer und der Verbraucher sich gleichzeitig in demselben Raum zu befinden brauchen.
Artikel 2 – Identität des Unternehmers
Name des Unternehmers: Bold Security Technology B.V. (Bold)
Niederlassungsanschrift: Leidseveer 2, 3511SB Utrecht, die Niederlande.
Telefonnummer an dem/nen der Unternehmer telefonisch erreichbar ist: +31(0)85 060 7337
E-Mail-Adresse oder ein anderes dem Verbraucher bereitgestelltes elektronisches Kommunikationsmittel mit der gleichen Funktionalität wie E-Mail: support@boldsmartlock.com
IHK-Nummer: 65757319
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: NL 856247169B01
Artikel 3 – Anwendbarkeit
- Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Fernabsatzangebote des Unternehmers und jeden Fernabsatzvertrag, der zwischen dem Unternehmer und dem Verbraucher abgeschlossen wurde.
- Bevor der Fernabsatzvertrag abgeschlossen wird, wird der Text dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen dem Verbraucher zur Verfügung gestellt. Wenn dies nach billigem Ermessen nicht möglich ist, wird der Unternehmer – bevor der Fernabsatzvertrag zustande kommt – angegeben, auf welche Weise die AGB bei dem Unternehmer einzusehen sind und diese auf Anfrage des Verbrauchers schnellstmöglich kostenlos zugeschickt werden.
- Wenn der Fernabsatzvertrag auf elektronischem Weg abgeschlossen wird, kann dem Verbraucher, bevor der Fernabsatzvertrag abgeschlossen wird, der Text dieser AGB - vom vorigen Absatz abweichend - auf elektronischem Weg zur Verfügung gestellt werden, so dass dieser vom Verbraucher einfach auf einem dauerhaften Datenträger gespeichert werden kann. Wenn dies nach billigem Ermessen nicht möglich ist, so wird, bevor der Fernabsatzvertrag abgeschlossen wird, angegeben, wo die AGB auf elektronischem Weg zur Kenntnis genommen werden können und dass sie auf Anfrage – elektronisch oder auf anderem Wege - kostenlos zugeschickt werden.
- Falls – neben diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen – auch spezifische Waren- oder Dienstleistungsbedingungen gelten sollten – ist der zweite und dritte Absatz entsprechend anwendbar und kann sich der Verbraucher im Falle gegensätzlicher Bedingungen immer auf die anwendbare Bestimmung berufen, die für ihn am günstigsten ist.
Artikel 4 – Das Angebot
- Wenn ein Angebot eine begrenzte Gültigkeitsdauer hat oder unter bestimmten Bedingungen erfolgt, wird dies ausdrücklich im Angebot angegeben.
- Das Angebot enthält eine vollständige und genaue Beschreibung der angebotenen Waren, digitalen Inhalte und/oder Dienstleistungen. Die Beschreibung ist ausführlich genug, damit der Verbraucher das Angebot gut beurteilen kann. Wenn der Unternehmer Abbildungen benutzt, dann sind diese eine wahrheitsgetreue Wiedergabe der angebotenen Waren, Dienstleistungen und/oder digitalen Inhalte. Offenkundige Versehen oder offenkündige Irrtümer in dem Angebot verpflichten den Unternehmer nicht.
- Jedes Angebot hat die Informationen zu enthalten, die nötig sind, damit dem Verbraucher klar ist, welche Rechte und Pflichten mit der Annahme des Angebots verbunden sind.
Artikel 5 – Der Vertrag
- Der Vertrag kommt – vorbehaltlich der Bestimmungen in Absatz 4 – in dem Moment zustande, in dem der Verbraucher das Angebot annimmt und die damit einhergehenden Bedingungen erfüllt.
- Wenn der Verbraucher das Angebot auf elektronischem Weg angenommen hat, bestätigt der Unternehmer ebenfalls auf elektronischem Weg unverzüglich den Empfang der Angebotsannahme. Solange der Unternehmer der Empfang der Angebotsannahme nicht bestätigt hat, kann der Verbraucher den Vertrag kündigen.
- Wenn der Vertrag elektronisch zustande kommt, ergreift der Unternehmer geeignete technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz der elektronischen Datenübertragung und sorgt für eine sichere Webumgebung. Wenn der Verbraucher elektronisch bezahlen kann, hält der Unternehmer dafür geeignete Sicherheitsmaßnahmen ein.
- Der Unternehmer kann sich – im gesetzlichen Rahmen – darüber informieren, ob der Verbraucher seinen Zahlungspflichten nachkommen kann, sowie über alle Tatsachen und Faktoren, die für ein vertretbares Eingehen des Fernabsatzvertrags wichtig sind. Wenn der Unternehmer auf Grund dieser Prüfung gute Gründe hat, den Vertrag nicht einzugehen, ist er berechtigt, eine Bestellung oder Anfrage unter Angabe von Gründen abzulehnen oder mit der Erfüllung besondere Voraussetzungen zu verbinden.
- Der Unternehmer hat spätestens mit der Lieferung der Ware, der Dienstleistung oder der digitalen Inhalte folgende Informationen an den Verbraucher mitzuschicken, und zwar schriftlich oder so, dass diese Informationen für den Verbraucher zugänglich sind und von ihm dauerhaft gespeichert werden können:
a) die Besuchsanschrift der Niederlassung des Unternehmers, an die sich der Verbraucher mit Beschwerden wenden kann;
b) die Voraussetzungen, unter denen der Verbraucher von seinem Widerrufsrecht Gebrauch machen kann, und wie er diesbezüglich vorzugehen hat, oder eine klare Mitteilung, dass das Widerrufsrecht ausgeschlossen ist;
c) die Information in Bezug auf Garantie und einen vorhandenen Kundendienst nach dem Erwerb;
d) den Preis einschließlich aller anfallenden Steuern für die Ware, die Dienstleistung oder die digitalen Inhalte; gegebenenfalls auch die Lieferkosten sowie die Zahlungs- und Lieferart und Angaben zur Erfüllung des Fernabsatzvertrages;
e) die Erfordernisse für die Vertragskündigung, wenn der Vertrag eine Laufzeit von mehr als einem Jahr hat oder unbefristet ist;
f) wenn dem Verbraucher ein Widerrufsrecht zusteht, das Muster-Widerrufsformular.
g) Im Falle einer Dauertransaktion trifft die Bestimmung im vorigen Absatz nur auf die erste Lieferung zu.
Artikel 6 – Widerrufsrecht
Bei Waren:
- Der Verbraucher hat die Möglichkeit, den Kaufvertrag für den Erwerb einer Ware innerhalb einer Bedenkzeit von mindestens 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zu kündigen. Es steht dem Unternehmer zu, den Verbraucher nach dem Widerrufsgrund zu fragen, kann diesen jedoch nicht zur Angabe seiner Gründe verpflichten.
- Die in Absatz 1 genannte Bedenkzeit beginnt an dem Tag nach Eingang der Ware beim Verbraucher oder einem vom Verbraucher vorher angewiesenen und an den Unternehmer bekannt gegebenen, nicht als Transportunternehmen auftretenden Dritten oder,
a) falls eine Bestellung des Verbrauchers mehrere Waren umfasst, an dem Tag, an dem der Verbraucher oder ein von ihm angewiesener Dritter die letzte Ware erhalten hat. Sofern er den Verbraucher im Vorfeld der Bestellung eindeutig darüber informiert hat, ist der Unternehmer dazu berechtigt, eine Bestellung von Waren mit unterschiedlichen Lieferzeiten abzulehnen.
b) falls die Warenlieferung aus mehreren Lieferungen oder Teilen besteht, an dem Tag, an dem der Verbraucher oder ein von ihm angewiesener Dritter, die letzte Lieferung bzw. den letzten Teil erhalten hat;
c) im Falle von regelmäßigen Warenlieferungen in einem bestimmten Zeitraum, an dem Tag, an dem der Verbraucher oder ein von ihm angewiesener Dritter die erste Ware erhalten hat.
Bei Dienstleistungen und digitalen Inhalten, die nicht auf einem physischen Datenträger geliefert werden:
3. Der Verbraucher hat die Möglichkeit, einen Dienstleistungsvertrag sowie einen Vertrag über die Lieferung von digitalen Inhalten, die nicht auf physischen Datenträgern geliefert werden, innerhalb von mindestens 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zu kündigen. Es steht dem Unternehmer zu, den Verbraucher nach dem Widerrufsgrund zu fragen, kann diesen jedoch nicht zur Angabe seiner Gründe verpflichten.
4. Die in Absatz 3 genannte Bedenkzeit beginnt einen Tag nach dem Tag des Vertragsabschlusses.
Verlängerung der Bedenkzeit für Waren, Dienstleistungen und digitale Inhalte, die nicht auf einem physischen Datenträger geliefert werden, bei einer unterlassenen Widerrufsbelehrung:
5. Wenn der Unternehmer den Verbraucher nicht über sein gesetzlich vorgesehenes Widerrufsrecht informiert oder diesem das Muster-Widerrufsformular nicht zur Verfügung gestellt hat, verlängert sich die Bedenkzeit im Anschluss an die ursprüngliche, gemäß der vorstehenden Absätzen festgelegte Bedenkzeit um zwölf Monate.
6. Wenn der Unternehmer dem Verbraucher die im vorstehenden Absatz genannten Informationen innerhalb von zwölf Monaten ab dem Anfangsdatum der ursprünglichen Bedenkzeit zur Verfügung stellt, beschränkt sich die Bedenkzeit auf 14 Tage, beginnend am Tag nach dem Erhalt dieser Informationen durch den Verbraucher.
Artikel 7 – Pflichten des Verbrauchers während der Bedenkzeit
- Während dieser Frist hat der Verbraucher sorgfältig mit der Ware und Verpackung umzugehen. Er wird die Ware nur in dem Maße auspacken oder gebrauchen, wie es nötig ist, um die Art, die Merkmale und die Funktion der Ware beurteilen zu können. Dabei hat der Verbraucher die Ware nur so zu behandeln und zu untersuchen, wie dies auch in einem Geschäft zulässig wäre.
- Der Verbraucher haftet lediglich für den Wertverlust der Ware, der aus einer Missachtung der in Absatz 1 dieses Artikels genannten Einschränkungen entsteht.
- Der Verbraucher haftet nicht für den Wertverlust der Ware, wenn der Unternehmer ihm vor oder beim Vertragsabschluss nicht alle gesetzlich vorgeschriebenen Informationen über das Widerrufsrecht zur Verfügung gestellt hat.
Artikel 8 – Ausübung des Widerrufsrechts durch den Verbraucher und damit verbundene Kosten
- Wenn der Verbraucher von seinem Widerrufsrecht Gebrauch machen möchte, ist dies dem Unternehmer innerhalb der Bedenkzeit unter Verwendung des Muster-Widerrufsformulars oder auf eine andere eindeutige Weise zu melden.
- So bald wie möglich, jedoch innerhalb von 14 Tagen ab dem Tag nach seiner Meldung nach Absatz 1, veranlasst der Verbraucher die Rücksendung der Ware oder überreicht diese dem Unternehmer (oder seinem Bevollmächtigten). Dies gilt nicht, wenn der Unternehmer sich dazu bereit erklärt hat, die Ware selbst abzuholen. Die Einhaltung der Rücksendefrist durch den Verbraucher ist gewährleistet, wenn die Ware vor Ablauf der Bedenkzeit zurückgesandt wurde.
- Die Rücksendung durch den Verbraucher erfolgt einschließlich aller gelieferten Zubehörteile, wenn dies nach billigem Ermessen möglich ist, im ursprünglichen Zustand und in der Originalverpackung sowie entsprechend den angemessenen und eindeutigen Anweisungen des Unternehmers.
- Die Verantwortung sowie die Beweispflicht für die ordnungsgemäße und rechtzeitige Ausübung des Widerrufsrechts liegen beim Verbraucher.
- Der Verbraucher trägt die direkten Kosten für die Rücksendung der Ware. Wenn der Unternehmer den Verbraucher nicht darüber informiert, dass dieser diese Kosten zu tragen hat, oder hat der Unternehmer angegeben, die Kosten selbst zu tragen, braucht der Verbraucher die Kosten für die Rücksendung nicht zu zahlen.
- Wenn der Verbraucher von seinem Widerrufsrecht Gebrauch macht, nachdem er zuvor ausdrücklich darum gebeten hat, dass die Erbringung der Dienstleistung oder die Lieferung von Gas, Wasser oder Strom, die nicht bereits für den Verkauf vorbereitet wurde, in einem begrenzten Umfang oder in einer bestimmten Menge, bereits während der Bedenkzeit stattfindet, hat der Verbraucher dem Unternehmer einen Betrag zu zahlen, der dem Teil der Verpflichtung entspricht, der zum Zeitpunkt der Widerrufung bereits erfüllt ist.
Der Verbraucher trägt weder die Kosten für die Erbringung von Dienstleistungen oder die Lieferung von Wasser, Gas oder Strom, in begrenztem Umfang oder in einer bestimmten Menge, die nicht bereits für den Verkauf vorbereitet wurden, noch die Kosten für die Lieferung von Fernwärme, wenn:
a) der Unternehmer es unterlassen hat, dem Verbraucher die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen über das Widerrufsrecht oder das Muster-Widerrufsformular zur Verfügung zu stellen oder die Kosten im Falle eines Widerrufs zu erstatten.
b) der Verbraucher während der Bedenkzeit nicht ausdrücklich um die Erbringung der Leistung oder die Lieferung von Gas, Wasser, Strom oder Fernwärme gebeten hat.
8. Für den Verbraucher entstehen keine Kosten für die vollständige oder teilweise Lieferung von nicht auf einem physischen Datenträger gelieferten digitalen Inhalten, wenn:
a) er sich während der Bedenkzeit und vor der Lieferung nicht ausdrücklich mit den vertraglichen Bestimmungen einverstanden erklärt hat;
b) er sich nicht damit einverstanden erklärt hat, durch seine Zustimmung, sein Widerrufsrecht abzutreten oder
c) der Unternehmer es versäumt hat, diese Erklärung des Verbrauchers zu bestätigen.
9. Wenn der Verbraucher von seinem Widerrufsrecht Gebrauch macht, werden alle akzessorischen Verträge rechtskräftig aufgelöst.
Artikel 9 – Pflichten des Unternehmers im Widerrufsfall
- Wenn der Unternehmer dem Verbraucher die Möglichkeit bietet, seinen Widerruf in elektronischer Form zu tätigen, sendet dieser dem Verbraucher unmittelbar nach Eingang der Widerrufsmeldung eine Empfangsbestätigung.
- Der Unternehmer erstattet dem Verbraucher unverzüglich, jedoch spätestens innerhalb von 14 Tagen nach Eingang der Widerrufsmeldung beim Unternehmer, die von ihm geleisteten Zahlungen, einschließlich der eventuell vom Unternehmer für die Rücksendung der Ware in Rechnung gestellten Versandkosten. Außer im Falle der Selbstabholung der Ware durch den Unternehmer ist die Rückzahlung erst fällig, wenn die Ware beim ihm eingegangen ist oder der Verbraucher nachweisen kann, dass die Rücksendung erfolgt ist, je nachdem, welcher Zeitpunkt früher eintritt.
- Die Rückzahlung durch den Unternehmer erfolgt unter Verwendung des auch vom Verbraucher verwendeten Zahlungsmittels, es sei denn, der Verbraucher stimmt einer anderen Zahlungsart zu. Die Rückzahlung ist für den Verbraucher kostenlos.
- Wenn sich der Verbraucher anstatt der günstigsten Standardversandart für eine teurere Versandart entschieden hat, braucht der Unternehmer die zusätzlichen Kosten für diese teurere Versandart nicht zurückzuzahlen.
Artikel 10 – Ausschluss des Widerrufsrechts
Der Unternehmer kann die folgenden Waren und Dienstleistungen nur dann vom Widerrufsrecht ausschließen, wenn der Unternehmer dies eindeutig im Angebot oder zumindest rechtzeitig vor Vertragsabschluss angegeben hat:
- Waren oder Dienstleistungen, deren Preis Schwankungen auf dem Finanzmarkt unterworfen ist, auf die der Unternehmer keinen Einfluss hat und die innerhalb der Widerrufsfrist auftreten können;
- Vertragsabschlüsse, die auf einer öffentlichen Versteigerung zustande gekommen sind. In Sinne dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen handelt es sich bei einer öffentlichen Versteigerung um ein Verkaufsverfahren, in dem dem Verbraucher vom Unternehmer Waren, digitale Inhalte und/oder Dienstleistungen angeboten werden. Der Verbraucher ist dabei persönlich anwesend bzw. hat die Möglichkeit, bei der Versteigerung persönlich anwesend zu sein. Die Versteigerung wird von einem Auktionator durchgeführt. Der erfolgreiche Bieter ist verpflichtet, die Waren, die digitalen Inhalte und/oder die Dienstleistungen abzunehmen;
- Dienstleistungsverträge, nach vollständiger Erbringung der Dienstleistung, wenn:
a) die Erbringung der Dienstleistung nach ausdrücklicher, vorheriger Zustimmung des Verbrauchers angefangen hat und
b) der Verbraucher erklärt hat, dass er sein Widerrufsrecht verliert, nachdem der Unternehmer den Vertrag vollständig erfüllt hat;
4. Pauschalreisen gemäβ Artikel 7:500 BW und Verträge zur Beförderung van Personen;
5. Verträge in Bezug auf Dienstleistungen, die die Bereitstellung von Unterkunft betreffen sowie an einem bestimmten Datum oder in einem bestimmten Zeitraum zu erbringen sind; ausgeschlossen sind Dienstleistungen, die sich auf Wohnzwecke, Gütertransport, die Autovermietung und Catering beziehen;
6. Verträge in Bezug auf Dienstleistungen, die die Freizeitgestaltung betreffen sowie an einem bestimmten Datum oder in einem bestimmten Zeitraum zu erbringen sind;
7. nach Spezifikationen des Verbrauchers hergestellte Waren, die nicht vorgefertigt sind und die nach verbraucherspezifischen Vorgaben hergestellt werden oder eindeutig für eine bestimmte Person bestimmt sind;
8. Waren, die schnell verderben oder eine begrenzte Haltbarkeit haben;
9. Versiegelte Waren, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder der Hygiene nicht geeignet sind, zurückgesandt zu werden und deren Versiegelung nach der Lieferung aufgebrochen ist;
10. Waren, die nach der Lieferung aufgrund ihrer Art untrennbar mit anderen Waren vermischt sind;
11. Alkoholische Getränke, deren Preis beim Vertragsabschluss vereinbart wurde, aber deren Lieferung erst nach einer Frist von 30 Tagen erfolgen kann und deren tatsächlicher Wert Schwankungen auf dem Markt unterworfen ist, auf die der Unternehmer keinen Einfluss hat;
12. Versiegelte Audio-, Videoaufnahmen und Computersoftware, bei denen die Versiegelung nach der Lieferung aufgebrochen ist;
13. Zeitungen, Zeitschriften oder Magazine, ausgenommen deren Abonnements;
14. nicht auf physischen Datenträgern gelieferte digitale Inhalte, jedoch nur, wenn:
a) die Erbringung der Dienstleistung nach ausdrücklicher, vorheriger Zustimmung des Verbrauchers angefangen und
b) der Verbraucher erklärt hat, dass er dadurch sein Widerrufsrecht verliert.
Artikel 11 – Der Preis
- Während der im Angebot angegebenen Gültigkeitsdauer werden die Preise der angebotenen Waren und/oder Dienstleistungen nicht erhöht, es sei denn, es kommt zu Preisänderungen in Folge von Änderungen der Mehrwertsteuersätze.
- Vom vorigen Absatz abweichend kann der Unternehmer Waren oder Dienstleistungen, deren Preise Schwankungen auf dem Finanzmarkt unterliegen auf die der Unternehmer keinen Einfluss hat, mit variablen Preisen anbieten. Diese Schwankungsgebundenheit und die Tatsache, dass eventuell angegebene Preise Richtpreise sind, werden im Angebot angegeben.
- Preiserhöhungen binnen 3 Monaten nach Vertragsabschluss sind nur dann zulässig, wenn sie die Folge von gesetzlichen Regelungen oder Bestimmungen sind.
- Preiserhöhungen, die sich 3 Monate nach Vertragsabschluss ergeben, sind nur dann zulässig, wenn sich der Unternehmer dies ausbedungen hat und:
a) sie die Folge von gesetzlichen Regelungen oder Bestimmungen sind oder
b) der Verbraucher befugt ist, den Vertrag zu dem Tag zu kündigen, an dem die Preiserhöhung in Kraft tritt.
5. Die im Angebot über Waren oder Dienstleistungen genannten Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer.
Artikel 12 – Einhaltung des Vertrages und zusätzliche Garantie
- Der Unternehmer steht dafür ein, dass die Waren und/oder Dienstleistungen vertragskonform sind sowie die im Angebot angegebenen Spezifikationen, die angemessenen Forderungen der Tauglichkeit und/oder Brauchbarkeit und die am Tag des Vertragsabschlusses bestehenden gesetzlichen Bestimmungen und/oder behördlichen Vorschriften erfüllen. Wenn vereinbart, steht der Unternehmer auch dafür ein, dass die Ware geeignet ist für einen nicht normalen Verbrauchszweck.
- Eine von dem Unternehmer, dessen Lieferanten, Hersteller oder Importeur als zusätzlich angebotene Garantie schmälert die Rechte und Forderungen nicht, die der Verbraucher aufgrund des Fernabsatzvertrages geltend machen kann, wenn der Unternehmer seinen Teil des Vertrages nicht erfüllt.
- Im Sinne dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen bezeichnet eine zusätzliche Garantie jede Verpflichtung des Unternehmers, dessen Lieferanten, Importeurs oder Herstellers gegenüber dem Verbraucher, aufgrund dessen dieser bestimmte Rechte oder Forderungen, die über die rechtlichen Verpflichtungen hinausgehen, geltend machen kann, falls der Unternehmer seinen Teil des Vertrages nicht erfüllt.
Artikel 13 – Lieferung und Ausführung
- Der Unternehmer lässt größtmögliche Sorgfalt bei der Entgegennahme und Ausführung von Warenbestellungen und bei der Beurteilung von Anfragen zur Erbringung von Dienstleistungen walten.
- Als Lieferort gilt die Adresse, die der Verbraucher dem Unternehmer mitgeteilt hat.
- Unter Beachtung der diesbezüglichen Angaben in Artikel 4 dieser AGB wird der Unternehmer angenommene Bestellungen schnellstmöglich, jedoch spätestens innerhalb 30 Tagen ausführen, es sei denn, es ist eine andere Lieferzeit vereinbart worden. Wenn sich die Zustellung verzögert oder wenn eine Bestellung nicht oder nur in Teilen ausgeführt werden kann, erhält der Verbraucher darüber spätestens 30 Tage, nachdem er die Bestellung erteilt hat, eine Mitteilung. Der Verbraucher hat in dem Fall das Recht, den Vertrag ohne Kosten zu kündigen, und ggf. Anspruch auf einen Schadenersatz.
- Nach einer Kündigung entsprechend dem vorigen Absatz wird der Unternehmer den Betrag, den der Verbraucher bezahlt hat, unverzüglich zurückzahlen.
- Die Gefahr, dass Waren beschädigt werden oder verloren gehen, geht zu Lasten des Unternehmers bis zum Moment der Zustellung bei dem Verbraucher oder einem vom Verbraucher vorher angewiesenen und an den Unternehmer bekannt gemachten Vertreter, es sei denn, es ist ausdrücklich etwas anderes vereinbart worden.
Artikel 14 – Dauertransaktionen: Dauer, Kündigung und Verlängerung des Vertrags
Kündigung:
- Der Verbraucher kann einen unbefristeten Vertrag über die regelmäßige Lieferung von Produkten (einschließlich Strom) oder regelmäßige Erbringung von Dienstleistungen jederzeit unter Berücksichtigung der diesbezüglich vereinbarten Kündigungsbedingungen und einer Kündigungsfrist von höchstens einem Monat kündigen.
- Der Verbraucher kann einen befristeten Vertrag über die regelmäßige Lieferung von Produkten (einschließlich Strom) oder regelmäßige Erbringung von Dienstleistungen jederzeit zum Ende der festgelegten Dauer unter Berücksichtigung der diesbezüglich vereinbarten Kündigungsbedingungen und einer Kündigungsfrist von höchstens einem Monat kündigen.
- Der Verbraucher kann die in den vorstehenden Absätzen genannten Verträge:
a) jederzeit kündigen und darf nicht auf eine Kündigung an einem bestimmten Zeitpunkt oder in einem bestimmten Zeitraum beschränkt werden;
b) mindestens auf dieselbe Art und Weise, wie er ihn eingegangen ist, kündigen;
c) jederzeit mit derselben Kündigungsfrist kündigen, die der Unternehmer für sich selbst ausbedungen hat.
Verlängerung:
4. Ein befristeter Vertrag über die regelmäßige Lieferung von Produkten (einschließlich Strom) oder regelmäßige Erbringung von Dienstleistungen darf nicht stillschweigend für eine bestimmte Dauer verlängert oder erneuert werden.
5. Von den Bestimmungen des vorigen Absatzes abweichend darf ein befristeter Vertrag über die regelmäßige Lieferung von Tages- und Wochenzeitungen und Zeitschriften stillschweigend für die Dauer von höchstens drei Monaten verlängert werden, wenn der Verbraucher jenen verlängerter Vertrag zum Ende der Verlängerung unter Berücksichtigung einer Kündigungsfrist von höchstens einem Monat kündigen kann.
6. Ein befristeter Vertrag über die regelmäßige Lieferung von Produkten oder regelmäßige Erbringung von Dienstleistungen darf nur stillschweigend für eine unbestimmte Dauer verlängert werden, wenn der Verbraucher den Vertrag jederzeit unter Berücksichtigung einer Kündigungsfrist von höchstens einem Monat kündigen kann. Sofern sich der Vertrag auf die regelmäßige, jedoch weniger als einmal im Monat erfolgende Lieferung von Tages- und Wochenzeitungen und Zeitschriften bezieht, gilt in diesem Fall eine Kündigungsfrist von höchstens drei Monaten.
7. Ein befristeter Vertrag über die regelmäßige Lieferung von Tages- und Wochenzeitungen und Zeitschriften zum kennenlernen (Probe- oder Kennenlern-Abonnement) wird nicht stillschweigend fortgesetzt und endet automatisch nach Verstreichen des Probe- oder Kennenlern-Zeitraums.
Dauer:
8. Wenn ein Vertrag eine Dauer von über einem Jahr hat, darf der Verbraucher den Vertrag nach einem Jahr jederzeit unter Berücksichtigung einer Kündigungsfrist von höchstens einem Monat kündigen, es sei denn, eine Kündigung des Vertrags vor dem Ende der vereinbarten Dauer ist nach billigem Ermessen nicht möglich.
Artikel 15 – Bezahlung
- Sofern im Vertrag bzw. den ergänzenden Bestimmungen keine andere Frist vereinbart wird, sind die von dem Verbraucher zu zahlenden Beträge innerhalb 14 Tagen nach Anfang der Bedenkzeit, oder falls keine Bedenkzeit festgelegt wurde, innerhalb 14 Tagen nach Vertragsabschluss zu zahlen. Im Falle eines Vertrages zur Erbringung von Dienstleistungen fängt diese Frist an dem Tag an, nachdem der Verbraucher vom Unternehmer die Bestätigung des Empfangs der Angebotsannahme erhalten hat.
- Beim Verkauf von Waren an Verbraucher darf in Allgemeinen Geschäftsbedingungen nie eine Anzahlung von mehr als 50 % vereinbart werden. Wenn Vorauskasse vereinbart wird, kann der Verbraucher keine Ansprüche hinsichtlich der Ausführung der betreffenden Bestellung oder Dienstleistung(en) geltend machen, bevor nicht die vereinbarte Vorauskasse stattgefunden hat.
- Der Verbraucher ist verpflichtet, dem Unternehmer unverzüglich Fehler in Zahlungsangaben zu melden.
- Wenn der Verbraucher seine Zahlungsverpflichtung(en) nicht rechtzeitig erfüllt, hat dieser, nachdem er vom Unternehmer über seinen Zahlungsverzug in Kenntnis gesetzt wurde und dem Verbraucher eine Frist von 14 Tagen eingeräumt wurde, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachträglich nachzukommen und die Zahlung innerhalb dieser 14-Tage-Frist dennoch nicht erfolgt, über den fälligen Betrag zudem die gesetzlichen Zinsen zu zahlen und ist der Unternehmer dazu berechtigt, ihm die anfallenden außergerichtlichen Inkassokosten in Rechnung zu stellen. Diese Inkassokosten betragen höchstens: 15% über die fälligen Beträge bis € 2.500,--; 10% über die nächsten € 2.500,-- und 5% über der nächsten € 5.000,--. Die Mindestkosten betragen € 40,--. Es steht dem Unternehmer zu, zugunsten des Verbrauchers andere Beträge und Prozentsätze zu verwenden.
Artikel 16 – Regelung bei Beschwerden
- Der Unternehmer besitzt ein hinreichend bekannt gemachtes Verfahren im Falle von Beschwerden und behandelt Beschwerden in Übereinstimmung mit diesem Verfahren.
- Beschwerden in Bezug auf die Vertragserfüllung müssen binnen gehöriger Zeit nachdem der Verbraucher die Mängel festgestellt hat, vollständig und eindeutig beschrieben bei dem Unternehmer eingereicht werden.
- Beim Unternehmer eingereichte Beschwerden werden innerhalb 14 Tagen, gerechnet ab Empfangsdatum, beantwortet. Wenn eine Beschwerde voraussehbar länger bearbeitet werden muss, schickt der Unternehmer innerhalb 14 Tagen eine Antwort, in der er den Empfang der Beschwerde bestätigt und angibt wann der Verbraucher eine ausführlichere Antwort erwarten kann.
- Der Konsument hat dem Unternehmer eine Frist von vier Wochen einzuräumen, um die Beschwerde einvernehmlich zu lösen. Unabhängig vom Ausgang dieser Frist bleibt es dem Konsumenten unbenommen, gesetzliche Rechte geltend zu machen oder den Rechtsweg zu beschreiten.
Artikel 17 - Streitigkeiten
- Auf Verträge, die zwischen einem Gewerbetreibenden und einem Verbraucher geschlossen werden und für die diese allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten, ist ausschließlich niederländisches Recht anwendbar.
Artikel 18 - Abonnementprodukte
Begriffsbestimmungen
- "Abonnementprodukt": ein Produkt oder eine Dienstleistung, die der Unternehmer dem Verbraucher auf wiederkehrender Basis für einen Abrechnungszeitraum zur Verfügung stellt, im Gegensatz zu einem einmaligen Kauf.
- "Abrechnungszeitraum": das wiederkehrende Intervall, für das ein Abonnementprodukt in Rechnung gestellt wird; dies kann monatlich, jährlich oder ein anderes Intervall sein, wie zum Zeitpunkt des Kaufs für das betreffende Abonnementprodukt angegeben.
- "Stichtag": das Datum, das der Unternehmer zur Bestimmung der maßgeblichen Nutzung, Stufe oder des Rechnungsbetrags für ein Abonnementprodukt heranzieht, soweit relevant.
Abrechnungsfrequenz und -grundlage, Zahlung, Verlängerung und Preisänderungen
- Der für ein Abonnementprodukt geltende Abrechnungszeitraum wird zum Zeitpunkt des Kaufs und/oder in der jeweiligen Produktbeschreibung angegeben.
- Die Preisgrundlage eines Abonnementprodukts, etwa eine feste Gebühr je Abrechnungszeitraum oder eine nutzungs- oder volumenabhängige Gebühr, wird ebenfalls zum Zeitpunkt des Kaufs angegeben.
- Wird ein Abonnementprodukt nutzungsabhängig abgerechnet, bestimmt der Unternehmer die anwendbare Stufe oder den Betrag anhand der am Stichtag gemessenen Nutzung. Änderungen der Nutzung wirken sich erst ab dem nächsten Stichtag aus, sofern für das betreffende Abonnementprodukt nichts anderes bestimmt ist.
- Abonnementprodukte werden im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum bezahlt, und zwar mit dem beim Checkout verwendeten oder vom Verbraucher anderweitig angegebenen Zahlungsmittel, sofern nichts anderes vereinbart ist.
- Kann eine wiederkehrende Zahlung nicht erfolgreich eingezogen werden, kann der Unternehmer den Zugang zu dem betreffenden Abonnementprodukt sperren oder einschränken, bis die Zahlung erfolgt ist.
- Sofern nicht gemäß Artikel 14 gekündigt, verlängert sich ein Abonnementprodukt automatisch um einen weiteren Abrechnungszeitraum derselben Dauer.
- Die Kündigung eines Abonnementprodukts wird zum Ende des dann laufenden Abrechnungszeitraums wirksam, sofern für das betreffende Abonnementprodukt nichts anderes bestimmt ist, und unbeschadet des gesetzlichen Widerrufsrechts des Verbrauchers gemäß Artikel 6, soweit anwendbar.
- Der für einen bezahlten Abrechnungszeitraum geltende Preis ändert sich während dieses Zeitraums nicht. Preisänderungen werden erst mit der nächsten Verlängerung wirksam und werden dem Verbraucher rechtzeitig im Voraus gemäß Artikel 11 mitgeteilt.
- Der spezifische Abrechnungszeitraum, die Preisgrundlage, die Stichtag-Systematik (falls zutreffend), die Mindestlaufzeit und sonstige Bedingungen, die für ein bestimmtes Abonnementprodukt gelten, werden auf der jeweiligen Produktseite, in der Bestellbestätigung oder in gesonderten, zum Zeitpunkt des Kaufs bereitgestellten Bedingungen angegeben und sind Bestandteil des Vertrags zwischen dem Unternehmer und dem Verbraucher.
Artikel 19 - Zusätzliche Geschäftsedingungen für Gewerbetreibende
Ergänzend zu Artikel 11:
- Etwaige Versandkosten werden auf der Website angezeigt und werden vor der Bestellung angezeigt.
- Bold kann seine Preise jederzeit ändern, aber diese Preisänderungen haben keinen Einfluss auf laufende oder frühere Bestellungen, die Bold angenommen hat.
- Bold akzeptiert Zahlungen per Kreditkarte oder über Online-Zahlungssysteme wie PayPal und Online-Banking. Alle damit verbundenen zusätzlichen Kosten gehen zu Lasten des Auftraggebers.
Ergänzend zu Artikel 12:
- Für jedes Bold-Produkt gilt die gesetzliche Gewährleistungsfrist von 24 Monaten. Die Gewährleistung für Bold-Produkte ist nicht auf neue Besitzer übertragbar (so genannte Second-Hand-Produkte).
- Wenn ein gekauftes Bold-Produkt nicht so funktioniert, wie es sollte, kann der Kunde das Recht haben, dieses Produkt von Bold reparieren oder ersetzen zu lassen oder eine anteilige Ermäßigung des Kaufpreises zu erhalten. Ein Kunde kann die oben genannten Rechte geltend machen, wenn das bestellte Bold-Produkt für seinen Zweck nicht geeignet ist. Ein Produkt ist jedoch nicht untauglich für seinen Zweck, wenn ein Mangel darauf zurückzuführen ist, dass unsere eindeutigen Mess- oder Installationsanweisungen nicht befolgt wurden.
- Bold hat das Recht, eine vom Kunden gewünschte Lösung abzulehnen, wenn diese entweder unmöglich oder unzumutbar ist, beispielsweise wenn die Kosten für die Reparatur die Kosten für ein neues Produkt übersteigen. Wenn (i) wir nicht in der Lage sind, das Produkt zu reparieren oder zu ersetzen, (ii) wir die Reparatur oder den Ersatz verweigern oder nicht in der Lage sind, sie innerhalb eines angemessenen Zeitraums durchzuführen, (iii) die Reparatur oder der Ersatz für Sie unzumutbar ist oder (iv) die Reparatur oder der Ersatz für Sie aus unserer Sicht triftigen Gründen unzumutbar ist, können Sie eine Preisminderung oder eine Rückgängigmachung des Vertrags verlangen.
Ergänzend zu Artikel 13:
- Wenn die Bestellung aufgrund von Umständen, die der Kunde zu vertreten hat (z. B. Angabe einer falschen Adresse), nicht zugestellt werden kann, kann Bold die Bestellung innerhalb von 30 Tagen nach dem letzten Versuch stornieren. Oder Bold liefert die Bestellung an eine bestimmte Abholstelle, an der Sie das Produkt selbst abholen können. Der Kunde wird per E-Mail über den Stand der Lieferung informiert. Wenn Bold den Auftrag storniert, werden Ihnen die vom Kunden geleisteten Zahlungen unverzüglich erstattet.
- Bold kann die Bestellung stornieren, wenn die Lieferanten von Bold uns nicht mit den bestellten Produkten beliefern, ohne dass dies von uns verschuldet, verursacht oder vorhersehbar ist. Sollte dies der Fall sein, werden wir den Kunden darüber informieren. Bold wird bereits geleistete Zahlungen zurückerstatten oder dem Kunden alternativ dazu ohne unnötige Verzögerung einen Gutschein anbieten.
- Auf der Bold-Website kann der Kunde die Bold-Produkte kaufen. Unser Bestellverfahren gibt dem Kunden die Möglichkeit, eventuelle Fehler zu überprüfen und zu korrigieren, bevor Sie die endgültige Bestellung aufgeben. Wählen Sie ein beliebiges Bold-Produkt aus, indem Sie auf die Schaltfläche [KAUFEN] und dann auf die Schaltfläche [IN DEN WARENKORB] klicken. Man kann auch ausgewählte Produkte aus dem Warenkorb entfernen und durch Betätigen der Schaltfläche [X] ersetzen oder die Anzahl der im Einkaufswagen angezeigten Produkte anpassen. Bitte prüfen Sie den Auftrag und die vom Kunden angegebenen Informationen sorgfältig, bevor Sie den Auftrag erteilen. Durch Betätigen der Schaltfläche [Bestellung aufgeben] gibt der Kunde ein verbindliches Kaufangebot ab.
- Bold hat das Recht, Bestellungen ohne Angabe von Gründen abzulehnen, insbesondere wenn das bestellte Produkt nicht mehr verfügbar ist.
- Bold bemüht sich, die bestellten Produkte so schnell wie möglich zu versenden. Wenn der Kunde an einem Werktag vor 20 Uhr (GMT +1) eine Bestellung aufgibt, bemüht sich Bold, diese noch am selben Werktag zu versenden, sofern die Produkte vorrätig sind. Bei Bestellungen nach 20 Uhr (GMT +1) an einem Werktag bemüht sich Bold, die Bestellung am nächsten Werktag zu versenden.
- Wenn Bold nicht alle bestellten Produkte auf Lager hat, kann Bold die Bestellung in Teilen liefern. Etwaige Fristen wie Lieferfristen oder Widerrufsfristen beginnen erst mit der letzten Teillieferung zu laufen.
Zusätzlich zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen gilt:
- Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen können von Bold jederzeit geändert werden. Für Kundenaufträge gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung gültigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).
- Bold kann seine Produkte und Dienstleistungen, einschließlich der Bold-Produkte, der Website, des Webportals von Bold und der Bold-App, ergänzen oder ändern. Bold wird sein Bestes tun, um Sie über alle wesentlichen Änderungen zu informieren.
- Soweit dies gesetzlich zulässig ist, bleibt der Vertrag im Übrigen gültig, wenn eine Bestimmung dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen für nichtig oder für ungültig erklärt wird. Anstelle der aufgehobenen, nichtigen oder undurchsetzbaren Bestimmungen gelten die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften.
- Bold versucht stets, Meinungsverschiedenheiten mit unseren Kunden in gegenseitiger Absprache zu lösen. Bold empfiehlt Ihnen, sich an den Support von Bold (support@boldsmartlock.com) zu wenden, wenn Sie mit den Produkten oder Dienstleistungen nicht zufrieden sind.
- Die Europäische Kommission hat eine Plattform zur Streitbeilegung eingerichtet, die alle Verbraucherbeschwerden nach einem Online-Kauf sammelt und an die zuständigen nationalen Schlichter weiterleitet. Diese Plattform kann hier aufgerufen werden: http://ec.europa.eu/consumers/odr
- Bold verarbeitet personenbezogene Daten bei der Bereitstellung von Dienstleistungen und Produkten. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung von Bold: https://boldsmartlock.com/de/datenschutzerklaerung/
- Der Kunde kann Bold von Zeit zu Zeit Kommentare, Vorschläge, Daten, Informationen oder Rückmeldungen („Feedback“) zu den Bold-Produkten, dem Webportal von Bold, der Bold-App, der Website oder anderen von Bold angebotenen Produkten und Dienstleistungen übermitteln. Der Kunde erkennt an und erklärt sich damit einverstanden, dass solche Rückmeldungen von Bold nach eigenem Ermessen für das Design, die Entwicklung, die Verbesserung, das Marketing und die Vermarktung der Bold-Produkte, des Webportals von Bold, der Bold-App, der Website oder anderer von Bold angebotener Produkte und Dienstleistungen frei verwendet werden können, ohne dass eine Einschränkung aufgrund von Vertraulichkeit oder geistigen Eigentumsrechten besteht. Der Kunde erklärt sich ferner damit einverstanden, dass Bold alle mit einem Gewährleistungsanspruch des Kunden übermittelten Informationen als Feedback verwenden darf.
Artikel 20 – Ergänzende oder abweichende Bestimmungen
Bestimmungen, die von den vorliegenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen abweichen oder diese ergänzen, dürfen nicht zum Nachteil des Verbrauchers gereichen und müssen schriftlich oder so festgelegt werden, dass sie auf einem dauerhaften Datenträger auf den der Verbraucher Zugriff hat, gespeichert werden können.
Anlage I: Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück)
An:
Bold Security Technology BV
Einsteinweg 45
3404 LJ IJsselstein
Hiermit widerrufe(n) ich/wir den von mir/uns abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren / die Erbringung der folgenden Dienstleistung
Bestellt am /erhalten am: [Datum]
[Name des/der Verbraucher(s)]
[Anschrift des/der Verbraucher(s)]
[Unterschrift des/der Verbraucher(s)] (nur bei Mitteilung auf Papier)
[Datum]


